IP-SUISSE: Was Sie dokumentieren müssen

· FeldNotiz Team · 4 Min. Lesezeit
Schweizer Berglandschaft mit nachhaltiger Landwirtschaft

IP-SUISSE ist eines der wichtigsten Qualitätslabels für Schweizer Landwirte. Rund 20'000 Betriebe produzieren nach den Richtlinien des Marienkäfer-Labels. Aber was bedeutet das konkret für Ihre Felddokumentation?

Was ist IP-SUISSE?

IP-SUISSE (Integrierte Produktion) steht für eine umwelt- und tierfreundliche Landwirtschaft. Das Marienkäfer-Label garantiert Konsumenten, dass Produkte nach strengen Nachhaltigkeitskriterien produziert wurden.

Als IP-SUISSE-Betrieb profitieren Sie von:
- Höheren Produktpreisen (Zuschlag auf Verkauf)
- Zugang zu speziellen Absatzkanälen
- Image und Vertrauen bei Konsumenten
- Beratung und Weiterbildung

Aber: Mit dem Label kommen auch Pflichten – insbesondere bei der Dokumentation.

Die wichtigsten Dokumentationspflichten

Pflanzenschutzmittel

Was muss dokumentiert werden:
- Datum der Anwendung
- Behandelte Parzelle
- Verwendetes Produkt (Handelsname)
- Aufwandmenge
- Grund der Anwendung (Schädling, Krankheit)

Warum ist das wichtig:
IP-SUISSE hat eine Negativliste für Pflanzenschutzmittel. Gewisse Wirkstoffe sind verboten. Bei Kontrollen wird genau geprüft, was Sie wann eingesetzt haben.

Mit FeldNotiz:
Nach jeder Spritzmassnahme sprechen Sie einfach: "Parzelle Oberfeld, Fungizid gegen Mehltau, Produkt XY, 2 Liter pro Hektar". Die App erfasst alles automatisch – inklusive Datum.

Düngung

Was muss dokumentiert werden:
- Alle Düngungsmassnahmen
- Art des Düngers (organisch/mineralisch)
- Menge pro Hektar
- Zeitpunkt der Ausbringung

Besonderheit bei IP-SUISSE:
Stickstoffdünger sind limitiert. Sie müssen nachweisen, dass Sie die erlaubte Menge nicht überschreiten. Eine saubere Düngerbilanz ist Pflicht.

Mit FeldNotiz:
"Horstacker, Gülle, 20 Kubikmeter" – gesprochen und gespeichert. Am Ende der Saison exportieren Sie einen Bericht und haben Ihre komplette Düngerbilanz.

Biodiversitätsflächen

Was muss dokumentiert werden:
- Welche Parzellen sind Biodiversitätsflächen
- Art der Fläche (Buntbrache, Hecke, extensives Grünland)
- Grösse in Hektaren
- Massnahmen (z.B. Schnittzeitpunkt bei Wiesen)

Anforderung:
Mindestens 7% Ihrer Fläche muss Biodiversität fördern. Das geht über ÖLN hinaus – IP-SUISSE erwartet qualitativ hochwertige Flächen.

Mit FeldNotiz:
Erfassen Sie Ihre Biodiversitätsflächen in der Parzellenübersicht. Markieren Sie diese speziell. So haben Sie bei Kontrollen sofort den Überblick.

Fruchtfolge

Was muss dokumentiert werden:
- Welche Kultur wann auf welcher Parzelle
- Vorfrucht und Nachfrucht
- Zwischenkulturen

Warum ist das wichtig:
IP-SUISSE verlangt eine geregelte Fruchtfolge. Monokulturen sind problematisch. Sie müssen zeigen, dass Sie abwechslungsreich anbauen.

Mit FeldNotiz:
Der Feldkalender zeigt Ihre komplette Fruchtfolge über mehrere Jahre. Sie sehen auf einen Blick, welche Kultur wo stand – perfekt für Planung und Kontrolle.

Typische Fehler bei der Dokumentation

1. Vergessene Einträge

Problem: Sie vergessen, eine Massnahme zu notieren, weil Sie es erst am Abend machen wollten. Lösung: Dokumentieren Sie sofort – mit Sprachaufnahme dauert das 30 Sekunden.

2. Ungenaue Mengenangaben

Problem: "Ungefähr 3 bis 4 Liter" – das reicht bei Kontrollen nicht. Lösung: Sprechen Sie die exakte Menge ein, direkt nach der Arbeit, wenn Sie noch wissen, wie viel es war.

3. Fehlende Parzellen-Zuordnung

Problem: Sie schreiben "Fungizid gespritzt", aber nicht wo. Lösung: Nennen Sie immer die Parzelle. FeldNotiz strukturiert das automatisch.

4. Unleserliche Notizen

Problem: Handschriftliche Notizen, die bei der Kontrolle niemand entziffern kann. Lösung: Digitale Einträge sind immer lesbar. PDF-Export macht alles professionell.

Kontrollen: Was wird geprüft?

Bei einer IP-SUISSE-Kontrolle werden unter anderem geprüft:
- Felddokumentation: Sind alle Massnahmen lückenlos erfasst?
- Pflanzenschutzmittel: Wurden verbotene Wirkstoffe eingesetzt?
- Düngerbilanz: Stimmt die Stickstoffbilanz?
- Biodiversität: Sind die 7% erreicht? Sind die Flächen qualitativ gut?
- Fruchtfolge: Gibt es problematische Monokulturen?

Ein sauberer PDF-Bericht mit allen Einträgen, sortiert nach Parzelle und Datum, macht den besten Eindruck.

Wie FeldNotiz Sie unterstützt

FeldNotiz ist speziell für die Anforderungen von IP-SUISSE geeignet:

- Schnelle Erfassung: Sprachaufnahme direkt auf dem Feld
- Vollständigkeit: Kein Vergessen, weil Sie sofort dokumentieren
- Strukturierte Daten: Datum, Parzelle, Produkt, Menge – alles an einem Ort
- Düngerbilanz: Übersicht über alle Düngungsmassnahmen
- Feldkalender: Fruchtfolge-Planung und -Dokumentation
- PDF-Export: Professioneller Bericht für Kontrollen

Praxisbeispiel

Situation: Sie spritzen ein Fungizid auf drei Parzellen.

Ohne FeldNotiz:
- Massnahme durchführen
- Abends zu Hause: Excel öffnen
- Drei Zeilen suchen, ausfüllen (Datum, Parzelle, Produkt, Menge)
- Hoffen, dass Sie nichts vergessen haben
- Datei speichern

Mit FeldNotiz:
- Massnahme durchführen
- Sofort sprechen: "Parzellen Oberfeld, Unterfeld und Hintere Wiese, Fungizid gegen Mehltau, Produkt ABC, 1.5 Liter pro Hektar"
- Fertig – alles dokumentiert, mit Datum und Uhrzeit

Tipps für eine gute IP-SUISSE-Dokumentation

1. Dokumentieren Sie sofort: Nicht aufschieben. Je länger Sie warten, desto mehr vergessen Sie.

2. Seien Sie präzise: "Ungefähr" gibt es nicht. Mengen müssen stimmen.

3. Behalten Sie den Überblick: Nutzen Sie Tools, die Ihnen zeigen, wo Sie stehen (Düngerbilanz, Biodiversitätsflächen).

4. Bereiten Sie Kontrollen vor: Exportieren Sie regelmässig einen Bericht. So sehen Sie selbst, ob alles vollständig ist.

5. Nutzen Sie Weiterbildungen: IP-SUISSE bietet Kurse an. Bleiben Sie auf dem Laufenden.

Fazit

IP-SUISSE ist ein wertvolles Label, aber es verlangt sorgfältige Dokumentation. Mit den richtigen Tools – wie FeldNotiz – wird diese Pflicht zur einfachen Routine. Sie sparen Zeit, dokumentieren vollständiger und sind bei Kontrollen entspannt.

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